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Ladung ungenügend gesichert...





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Lkw-Fahrer in Lebensgefahr

Vier Lkw fuhren auf der A 1 in Leverkusen ineinander. Ein Fahrer aus Polen wurde lebensgefährlich verletzt. Er hatte seine Ladung ungenügend gesichert. Die A 1 blieb für Stunden gesperrt, der Verkehr staute sich 20 Kilometer.
Mit diesem Helikopter wurde der 30-Jährige ins Krankenhaus geflogen.
Mit diesem Helikopter wurde der 30-Jährige ins Krankenhaus geflogen.

Auf der A 1 ging nichts mehr. Nachdem gestern gegen 8.35 Uhr vier schwere Laster kurz vor der Abbiegespur zur A 3 am Kreuz Leverkusen in einen Unfall verwickelt wurden, staute sich der Verkehr über Stunden bis zu einer Länge von 20 Kilometern. Ein 30-jähriger Lkw-Fahrer aus Polen, der auf die drei anderen Transporter aufgefahren war und die Vorderleute so ineinander geschoben hatte, erlitt lebensgefährliche innere Verletzungen und musste mit einem Hubschrauber nach Köln-Merheim geflogen werden. Die Wucht des Zusammenstoßes war so schwer, dass der Mann – genauso wie sein Beifahrer – im völlig zerstörten Führerhaus eingeklemmt wurde. Mehr als eine Stunde benötigten die herbeigeeilten Rettungskräfte, um den 30-Jährigen zu befreien, während sein 53-jähriger Kollege sich nur leicht verletzt. Er wurde von einem anderen Lkw-Fahrer gerettet.
Kettenreaktion an Stauende

"Der Verkehr war zähfließend", berichtete später Markus Theis unserer Zeitung. Der 29-Jährige hatte am Steuer des ersten Lasters gesessen. Eine gewöhnliche Tour an einem gewöhnlichen Montagmorgen: Theis war auf dem Weg von Solingen nach Sinzig, wo er leere Wasserflaschen abliefern sollte, als sich vor ihm die Autos verlangsamten. Theis bremste ebenfalls ab, aber dann gab es plötzlich einen ohrenbetäubenden Krach und der Solinger stand am Ende einer Kettenreaktion. Der polnische Lkw, der Zeitschriften auf Paletten geladen hatte, prallte ungebremst auf einen Mercedes, der schob sich in einen weiteren Lkw, welcher wiederum zuletzt auf Theis' MAN auffuhr.
Glück im Unglück: Weder der 29-Jährige, noch die anderen Fahrer erlitten schwere Verletzungen. Markus Theis konnte später seine Fahrt fortsetzen. Davon konnten die Verkehrsteilnehmer hinter der Unglücksstelle nur träumen. Da die A 1 für die Zeit der Rettungsarbeiten gesperrt werden musste, staute sich der Verkehr bis nach Wermelskirchen.

"Als ich die Meldung im Radio hörte, stand ich bereits im Stau", erzählte ein Autofahrer der RP. Der Mann war aus Münster gekommen, doch sein Ziel in Leverkusen erreichte er erst mit vier Stunden Verspätung.

Zu dem Zeitpunkt waren die Räumungsarbeiten durch eine Leverkusener Spezialfirma abgeschlossen und die Sperrung der Autobahn ab Burscheid konnte wieder aufgehoben werden. Den genauen Unfallhergang vermochte die Polizei gestern noch nicht zu rekonstruieren. "Der polnische Fahrer war nicht ansprechbar", erklärte ein Polizeisprecher. Allerdings ergaben erste Untersuchungen, dass er seine Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert hatte. Dadurch war die 15 Tonnen schwere Fracht beim Aufprall ins Rutschen geraten und hatte die Lkw-Kabine von hinten eingedrückt.
Quelle: Rheinische Post Martin Oberpriller




 

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