2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
A1: Chaos nach Kieslasterunfall



Ein 40 Tonnen schwerer Lastwagen ist am Mittwoch auf der Verbindungsfahrbahn von der A3 auf die A1 umgekippt und hat dabei tonnenweise Kies verloren. Die Schleife blieb wegen Aufräumarbeiten bis in die Abendstunden gesperrt.
Kreuz Leverkusen: LKW kippt um
Auf der Verbindungsstrecke A3/A1 am Leverkusener Autobahnkreuz sah es gestern Mittag aus wie in der Wüste – die ganze Fahrbahn war voller Sand. Dafür gesorgt hatte der 26-jährige Fahrer eines Kieslasters, der kurz zuvor mit seinem 40 Tonnen schweren Gefährt umgekippt war.
Dabei verlor der Laster mehrere Tonnen Kies, die teilweise auch auf die Hauptfahrbahn der A1 flogen. Mit diesem Manöver setzte der Bergheimer, der sich selbst Prellungen zuzog und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, eine Verkettung mehrerer Unfälle in Gang. Die Verbindungsschleife blieb anschließend für Aufräumarbeiten bis in den Abend gesperrt, der sich stauende Verkehr rund um das Kreuz kam stundenlang nur schwer voran – wie eine Karawane in der Wüste.
Zwei Folgeunfälle
Gegen 12 Uhr hatte der 26-Jährige auf der Verbindungsfahrbahn von der A3 auf die A1 in Richtung Koblenz wechseln wollen. Am Ende der Rechtskurve verlor er aber die Kontrolle über sein Fahrzeug und kippte um. Der Fahrer war kurzzeitig in seinem Führerhaus eingeklemmt, es gelang ihm aber, sich selbst zu befreien. Schon am Unfallort rätselten die Polizisten über die Ursache. "Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten – entweder ist dem Fahrer ein Fehler unterlaufen oder er war zu schnell unterwegs", mutmaßte Jörg Bohl von der Autobahnpolizei Bensberg.
Weil große Mengen der Kiesladung durch den Unfall über die Fahrbahnbegrenzung hinweg gekippt wurden, sorgte die Ladung auch auf der Hauptfahrbahn der A1 für gefährliche Situationen. Um dem plötzlichen Hindernis noch auszuweichen, musste ein Wagen so kräftig bremsen, dass ein Auto aus dem Folgeverkehr auffuhr und für einen weiteren Unfall sorgte, bei dem es allerdings keine Verletzten gab. Die Polizei sperrte daraufhin zeitweise auch die rechte Spur der A1.
Kurios wurde es auf der Verbindungsstraße: Nachdem die Polizei den Streckenabschnitt für die Aufräumarbeiten bereits gesperrt hatte, gab es noch einen weiteren Unfall. Ein niederländischer Lastwagenfahrer kam beim Rückwärtsrangieren – er wollte wie die anderen Fahrzeuge in der Schleife zurück auf die A3 geleitet werden – von der Verbindungsstraße ab.
Dabei fuhr er sich in unbefestigtem Boden fest und blockierte ebenfalls die Abbiegespur auf die A3 in Richtung Köln. "Der Tank lag auf, da war der Fahrer chancenlos", sagte Bohl von der Autobahnpolizei. So mussten gleich zwei Abschleppwagen eines Leverkusener Unternehmens anrücken, um die Lastwagen von der Straße zu holen.
Währenddessen kümmerte sich die Autobahnmeisterei darum, die rund fünf Tonnen Kies zu beseitigen – zunächst von der Hauptfahrbahn der A1, dann von der Verbindungsstraße. Erst am Abend zog die Karawane am Leverkusener Kreuz in der gewohnten Geschwindigkeit weiter.




 




2012
Willy-Brandt-Ring war nach Unfall gesperrt