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Ende der Wartungsarbeiten...



Frischzellenkur für den Mast

In luftiger Höhe überprüften Mitarbeiter einer Fachfirma in den beiden vergangenen Wochen den Witzheldener Fernmeldeturm. Sie nahmen die haltgebenden Drähte unter die Lupe und beschichteten sie neu.
Von Weitem ist dem Witzheldener Fernmeldeturm die Frischzellenkur nicht anzusehen. Einzig deuteten ein paar schlapp herunterhängende Drahtseile und das mitunter geschäftige Treiben der Arbeiter auf die Maßnahme hin. Am Boden bereiteten die Männer ihre Fahrten in luftige Höhen vor. Unten lösten die Männer einige der dicken Seile, um im Anschluss mit ihrer kleinen Gondel abzuheben. Dabei überprüften sie auf voller Länge die Drähte, die den dünnen Turm in der Senkrechten halten, auf Schäden und lackierten die Seile mit einer neuen Beschichtung. Der Turm selbst bekam dagegen keinen neuen Anstrich.

Gestern wurde der mehrwöchige Frühjahrsputz rund um den Fernmeldeturm abgeschlossen. Die Arbeiten sind äußert abhängig von der Witterung. Bei zu starkem Wind und zu viel Regen setzten die Mitarbeiter eines Berliner Unternehmens lieber nicht zu Höhenflügen mit ihrer Gondel an. Dann blieben die Männer, die vor Ort keine Auskunft über ihre Arbeit geben dürfen, am Boden. Zumindest ein wenig über den Hintergrund der Maßnahme an den Drahtseilen, die in der Fachsprache Pardunen genannt werden, wurde in Bonn verraten. „Es handelt sich um eine regelmäßige Wartung. Es lagen also kein konkreter Anlass oder sogar Schäden vor“, sagte Luisa Vollmar von der Deutschen Funkturm GmbH. Das Unternehmen der Deutschen Telekom betreibt und vermarktet nach eigenen Angaben rund 20000 Antennenträger. Dazu zählt auch der rund 200 Meter hohe Turm in Witzhelden. An ihm sind laut Vollmar gegenwärtig neben Antennen fürs Radio auch welche für den Behördenfunk befestigt. Sprich: Feuerwehr und Polizei nutzen den rot-weißen Riesen für ihre Zwecke. „Mobilfunkantennen sind derzeit auch keine angebracht“, ergänzte Vollmar. Auch als „Fernseh“-Turm geht der Turm derzeit nicht durch. Aber er laufe keineswegs Gefahr, überflüssig zu werden. In Zukunft könnte der fast 50 Jahre alte „Äu“ (so der Spitzname des Turms) mit moderner DVB-H-Technik ausgestattet werden. Diese wird etwa zum Empfang von TV-Programmen über Mobiltelefone verwandt. Dann wäre der Turm also wieder ein Fernsehturm.
Quelle: Rheinische Post von ROMAN ZILLES




 


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