2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
Hochwasserpumpen



TBL wartet Hitdorfer Hochwasserpumpen

Mit Hochdruck arbeitet die Stadt derzeit am Hochwasserschutz in Hitdorf. Außer dem bereits am Samstag begonnenen Aufbau einer mobilen Schutzwand versprechen sich die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) auch von der gründlichen Überholung der beiden Hochwasserpumpen im Pumpwerk Hitdorf eine weitere Verbesserung.
Dazu wurde gestern die erste von zwei, fast 30 Jahre alten, jeweils zehn Tonnen schweren und zehn Meter langen Pumpen, ausgebaut. Auch heute wird die Langenfelder Straße noch durch den riesigen, 120 Tonnen schweren Kran blockiert sein. Es ist vorgesehen, beide Geräte im Abstand von jeweils sechs Monaten nacheinander ins Herstellerwerk nach Bremen zu transportieren und dort einer gründlichen Revision zu unterziehen. Dort müssen sie erst komplett auseinander genommen, dann begutachtet und schließlich gereinigt werden.
TBL-Chef Reinhard Gerlich verfolgte den Abtransport: „Verschleiß bedeutet Leistungsverlust. Und dem wollen wir vorbeugen.“ Indem die Pumpen jetzt auf den neuesten Stand gebracht würden, sei dies die intelligenteste Lösung und kostengünstigste Variante. Andernfalls hätte ein neues Pumpwerk gebaut werden müssen. Beide Pumpen - eine von ihnen dient als Reserve - wurden nur eingesetzt, wenn das Stauvolumen im insgesamt 8000 Kubikmeter fassenden Regenüberlaufbecken und Kanalnetz nicht ausreichte. Alles, was dann zu viel war, musste zurück in den Rhein gepumpt werden. Die volle Leistung der Geräte wurde bei einem Pegelstand von neun Metern und starkem Regen benötigt.
Künftig übernehmen die Pumpen eine zusätzliche Aufgabe: Bei einem theoretisch alle 200 Jahre auftretenden Hochwasser - in diesem Fall würde das Wasser hinter den Deichtoren etwa 3,50 Meter hoch auf der Straße stehen - müssen sie das durchdringende Drainagewasser einen halben Meter unter der Fahrbahn abfangen und zurück in den Rhein befördern. Sie schaffen das mit rund 16000 Litern Wasser pro Sekunde. Geschähe dies nicht, würde, je nach Dauer des Hochwassers, der hohe Druck dafür sorgen, dass das Wasser aus den Straßen wieder rausgepresst würde. Das Pumpwerk funktioniert auch als Grundwasserabsenkanlage.
In den nächsten Monaten kommen mobile Geräte zum Einsatz, falls es in der „pumpenfreien Zeit“ gleichzeitig zu Hoch- und Regenwasser kommt. Und bei Stromausfall zwei Schiffsdieselmotoren.
Quelle:
Rheinische Post
GABI KNOPS-FEILER





Umzug Rathaus in Rathaus Galerie
Austausch Kiesförderband