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TBL: Brückenprüfungen an Dhünn kosten 9000 Euro



TBL: Brückenprüfungen an Dhünn kosten 9000 Euro

Peter Maffay hätte in dieser Stadt viel zu tun: Statt über die von ihm besungenen sieben Brücken, müsste er in Leverkusen über 135 gehen. Zumindest sind das die Brücken, die die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) in der Unterhaltung hat.
135 Brücken, 70 Bauwerke
Hans Mosblech, bei den TBL für die Unterhaltung von Brücken zuständig, nennt die Kosten für die beiden Einsätze: "Rund 4500 Euro pro Brücke." Diese beiden Brücken seien die Bauwerke, die mit dem größten Aufwand geprüft werden müssten, weil dazu ein Spezialfahrzeug benötigt wird. "Das wiederum kann nicht über die Böschung ins Wasser fahren, sondern muss per Kran ins Flussbett gehoben werden. Bei anderen Gewässerbrücken reicht meist eine Leiter im Bachbett, Gummistiefel oder eine Watthose", berichtet Mosblech.
Die reichen aber auch nicht, wenn beispielsweise die Dhünn sehr viel Wasser führt. "Den Prüftermin am Europaring mussten wir zweimal verschieben, weil die Dhünn 80 Zentimeter Wassertiefe hatte. Da kann man das Fahrzeug nicht einsetzen", sagt Mosblech. Schwierig bei der Terminplanung: Das Spezialfahrzeug kommt aus Hagen, ist bundesweit im Einsatz. Die Termine am Montag und gestern seien aber optimal gelaufen.

Von den 135 Brücken führen 45 über Gewässer, die übrigen über Straßen, Bahntrassen oder seien etwa Holzbrücken in Parklandschaften. "Leverkusen ist recht aufgespalten – hat drei Autobahnen, drei Bahnstrecken, Bundesstraßen und jede Menge kleine Bäche. Da kommt an Brücken für uns einiges zusammen."

Nicht mitgezählt hat Mosblech die Schilderbrücken, die die TBL warten. Sie gehören zu den 70 Ingenieurbauwerken in der Obhut der TBL, unter anderem zählen dazu auch Lärm- und Hochwasserschutzwände. Ergebnisse aus den Brückenprüfungen Anfang der Woche wollen die TBL im November vorstellen.
Quelle: Rheinische Post VON LUDMILLA HAUSER




 


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