Tag der offenen Türe Berufsfeuerwehr Leverkusen

Autokran als Blickfang

Feuerwehr: beste Eigenwerbung
MANFORT Die Fahrerin ist in ihrem Kleinwagen eingeklemmt und schwer verletzt, die Einsatzkräfte der Feuerwehr müssen die Frontscheibe herausschneiden und das Dach des Wagens abnehmen. Die Verletzte wird schließlich befreit und auf einer Trage in den Rettungswagen verladen. Kurz danach verlässt sie diesen aber wieder putzmunter – die Frau ist zum Glück nur eine Zuschauerin, die den „Tag der offenen Tür“ der Berufsfeuerwehr Leverkusen am Samstag besucht.
Autokran als Blickfang
„Ich wusste, was auf mich zukommt, aber wenn man wirklich verletzt ist und Angst hat, stelle ich mir das schon schlimm vor“, beschreibt Ninja Knupper ihre Gefühle danach. „Ich konnte wegen der Halskrause auch nicht den Kopf bewegen und schauen, was um mich herum los ist. Der Betreuung war aber sehr gut, der Mitarbeiter vom Rettungsdienst hat mir alles erklärt. Es lief ruhig und professionell ab“, lobte die Leverkusener Notärztin.
Der „Autounfall“ war nur eine der vielen Vorführungen, die die Berufsfeuerwehr an diesem Tag zeigte. Pkw-Brand und Fettexplosion wurden demonstriert, der richtige Umgang mit dem Feuerlöscher und Reanimationsübungen: „Da hole ich mir Leute aus dem Publikum, und teste, wie viel sie können, wobei wir da aber niemanden bloßstellen möchten“, sagte Wachmeister Gerd Kortschlag, der die Aktionen moderierte. „Die Leute sollen nicht nur immer unsere Fahrzeuge auf der Straße vorbeifahren sehen, sondern auch erkennen, was dahinter steckt, welche Aufgaben die Feuerwehr hat“, erklärte Kortschlag die Absicht des neunten Tages der offenen Tür.
Ein Blickfang war der 80-Tonnen-Autokran des Abschleppunternehmens Schwientek, das seit fünf Jahren eng mit der Berufsfeuerwehr kooperiert: „Für die Feuerwehr würde es sich nicht lohnen, selbst einen Kran anzuschaffen“, sagte Firmenchef Jörg Schwientek.
Neu dabei war außerdem das Intensivmobil des Deutschen Roten Kreuzes aus Düsseldorf. Feuerwehrmann Marko Schneider-Tomala erklärte den Kindern in aller Geduld, wie Herzmassage und Pulsmessgerät funktionieren. Ein Grund, warum der Aktionstag so gut bei ihm ankomme, verriet Sascha Quadt, der mit Töchterchen Leonie das Gelände der Berufsfeuerwehr besuchte: „Ich finde es einfach schön, dass die Feuerwehrleute sich Zeit für die Kinder nehmen, auch wenn die mal nervige Fragen haben“, sagte der Küppersteger.
Quelle: Rheinische Post




 

Foto: Andi Wschher



Foto: Andi Wäscher



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